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Im Alltag begegnet uns der Begriff des Call Centers oft - vielleicht weil Freunde dort arbeiten oder wenn man selber bei einer Telefonumfrage mit machen soll. Trotzdem können Fragen nach dem Sinn oder der Funktion oft nicht richtig beantwortet werden. Was steckt hinter den Meinungsumfragen oder der Hilfe bei Computerproblemen? Der Arbeitszweig Call Center hat sich in den letzten Jahren rasch entwickelt und bietet in Deutschland für mehr als 400.000 Mitarbeiter Arbeit.
Da die Technik stetig verbessert wird und der Bedarf an schneller Kommunikation stark zunimmt, verbreitet sich die Arbeit im Call Center in vielen unterschiedliche Branchen. Dabei werden Kunden über Produkte informiert und neue Bestellungen entgegen genommen, Beschwerden und Meinungen eingeholt oder als Notfalldienst genutzt. Für Versandhäuser, Meinungsforschungsinstitute oder Firmenhotlines , die auf den persönlichen Kontakt mit den Kunden bauen, ist die Arbeit mit Call Centern sehr wichtig. Aber auch im medizinischen Bereich erhält das Call Center immer mehr Bedeutung: Notfallmeldungen beim ADAC oder die Betreuung von chronisch kranken Patienten werden durch Call Center ermöglicht.
Um potenzielle Kunden nicht zu stören oder zu verärgern, wurden für Marketingaktivitäten in diesem Bereich neue Gesetze erlassen: So ist es zum Beispiel nicht erlaubt, jemanden außerhalb des Kundenbestandes und ohne eigene Aufforderung telefonisch zu kontaktieren. Trotzdem sind Rückrufe im Kundenstamm weiterhin möglich, zum Beispiel um auf neue Vertragsoptionen beim Handy, Zeitschriftenabo oder sonstiges hinzuweisen.
Auf Grund der Weiterentwicklung des Call Centers sind in den letzen Jahren neben dem Callcenteragenten die neuen Ausbildungsberufe Servicekraft für Dialogmarketing und Kaufmann für Dialogmarketing entstanden.